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Digitaldruck in weiß – ein kleiner Leitfaden

Auf Grund verschiedener Nachfragen habe ich mal einen kleinen Artikel zum Thema verfasst. Hier werden die Möglichkeiten aber auch die Grenzen dieses Druckverfahrens einmal näher beleuchtet.

Die Farbe weiß wird ja in der Regel eingesetzt, wenn man Schrift oder Grafik auf ein eher dunkel gefärbtes Material drucken möchte. Also z. B. dunkelblau oder schwarz. Wenn das passiert und die Druckfarbe wäre, wie die Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, lasierend, also durchscheinend, würde außer einem minimal sichtbaren Lackeffekt kein Ergebnis zu sehen sein, da der dunkle Untergrund durch das weiß hindurch scheint. (Zur Ergänzung: Nur Siebdruckfarben sind nicht lasierend und lassen sich so mit voller Wirkung auch direkt auf dunkle Untergründe auftragen).

Aus diesem Grund ist auch im Digitaldruck die Farbe weiß nicht lasierend sondern deckend. Damit spielt sie eine Sonderrolle, die man beim Umgang mit ihr beachten sollte. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Deckung der Farbe weiß im Digitaldruck nicht immer gleich ist. So hat z. B. das Drucksystem der Firma HP Indigo auch eine Weißoption, allerdings ist die Deckkraft so, dass mehrfach übereinander gedruckt werden muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Im Gegensatz dazu ist das Weiß auf den Océ Arizona Drucksystemen (steht so bei uns) extrem gut deckend und so dickflüssig, dass schon bei einmaligem Auftrag ein Reliefeffekt entsteht. Beide Systeme haben allerdings sehr unterschiedliche Anwendungsbereiche, sodass ein Vergleich nur bedingt möglich ist.

Möchte man nun also im Digitaldruck ein Rot (bestehend aus z. B. 100% Magenta und 100% Gelb) auf einen schwarzen Karton drucken, bleibt nur die Möglichkeit, vorab das Weiß und anschließend die Farbe darüber zu drucken. Das hat zur Folge, dass die lasierenden Druckfarben nicht auf den schwarzen Karton gedruckt werden sondern auf das zuvor gedruckte Weiß. Und somit im gewünschten Farbton erstrahlen.

Dieser Unterdruck erfolgt in der Regel passgenau in der äußeren Form der Elemente, die später farbig darüber gedruckt werden. Bedenkt man allerdings, dass die Farbe und hier insbesondere das weiß auch eine gewisse Schichtdicke haben, wird klar, dass solche Druckanwendungen schnell darunter leiden, dass man den weißen Unterdruck, selbst bei präzisem Passer, von der Seite her erkennt und dann, fälschlicherweise, einen Blitzer vermutet.

Abhilfe kann man schaffen, indem man die Weißform 0,33 oder 0,5 Punkt kleiner macht als die darüber gedruckte Farbform und so für eine Überfüllung sorgt. Diese Methode kommt aber spätestens dann an ihre physikalischen Grenzen, wenn die zu druckenden Elemente nur eine Stärke von z. B. einem Punkt aufweisen.

Beim Einsatz der Druckfarbe weiß im Digitaldruck gilt es also vorher zu überlegen, ob das Layout für die gewünschte technische Umsetzung geeignet ist. Wir beraten Sie gerne im Vorfeld. Wie immer kostenlos, unverbindlich und … nett ;-).

In diesem Blog finden Sie zahlreiche weitere Infos und Beispiele.

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