Vor 45 TagenWas ein Notizbuch mit unserer neuen Rolle zu tun hat
Vor einigen Tagen lag in unserem Besprechungsraum ein schlichtes, dunkelgraues Notizbuch. Hochwertig, klar, mit einem leuchtend orangen Gummiband, das wie ein kleines „Ich bin da“ wirkte. Kein Claim, kein Hinweis. Nur ein Objekt, das etwas ausstrahlte. Ich hatte es eine Weile in der Hand und mir gedacht: Vielleicht beschreibt es ganz gut, wohin wir uns gerade hinbewegen.
Nicht, weil wir unsere Rolle als Notizbuchphilosophen entdeckt hätten. Wir merken aber immer öfter, dass unsere Arbeit nicht dort beginnt, wo die Maschinen loslaufen, sondern ein Stück vorher.
Wenn Unternehmen immer mehr sortieren müssen
In vielen Gesprächen hören wir ähnliches:
„Wir haben so viele Themen gleichzeitig.“
„Wir wissen nicht, wie wir das alles strukturiert kommuniziert bekommen.“
„Es fehlt uns nicht an Ideen, sondern an Ruhe im Prozess.“
Das sind keine Probleme, die man mit einer schicken Broschüre löst. Aber es sind Anknüpfungspunkte, die wir inzwischen ernst nehmen. Vielleicht, weil wir seit Jahrzehnten sehen, wie sehr die Wirkung eines Mediums davon geprägt wird, was davor passiert.
WIR ÜBERNEHMEN MEHR VERANTWORTUNG – UND ES ZEIGT WIRKUNG
Früher bekamen wir fertige Layouts. Heute kommen Kundinnen und Kunden mit ersten Gedanken, Skizzen, Satzfragmenten zu uns – und wir entwickeln gemeinsam daraus etwas Tragfähiges. Nicht nebenbei, sondern bewusst: strukturierend, vereinfachend, klärend.
Und genau dort entstehen diese kleinen Momente, die man nicht planen kann: ein „Aha“, ein überraschender Gedanke, manchmal ein echtes „Wow“.
Diese Rolle erwächst aus unserer Arbeitsweise. Wer mit Papier arbeitet, denkt automatisch präziser. Wer über viele Jahre Projekte begleitet, erkennt Muster, Brüche und Potenziale.
Deshalb kommen Kundinnen und Kunden heute früher zu uns – oft schon in der Phase, in der eine Idee noch unfertig ist, aber Richtung braucht. Wir nehmen diese Aufgabe an. Weil sie Sinn ergibt. Und weil unsere Arbeit dadurch nicht nur schöner, sondern auch wirksamer wird.
WARUM PRINT IN KOMPLEXEN ZEITEN EIN MUSS IST
Digitales verschwindet schnell. Man wischt weiter, scrollt, überfliegt. Ein gedrucktes Medium dagegen bleibt einen Moment länger und schafft Ruhe. Es ordnet, ohne zu drängen. Genau das suchen viele Unternehmen gerade: etwas, das nicht mit fünf anderen Fenstern konkurriert. Etwas, das im Kopf ein wenig Raum und Zeit öffnet.
Ein kleines Beispiel
Für einen IT-Dienstleister haben wir kürzlich ein kleines Notizbuch produziert. Keine große Kampagne. Nur ein gutes Werkzeug für ein Team, das mehr Ordnung brauchte. Ein paar schlichte Sätze, viel Weißraum für eigene Gedanken, bewusst gewähltes Material.
Die Rückmeldung war: „Das hilft uns beim Denken.“ Mehr wollten wir nicht erreichen. Wir wissen, das sind noch keine großen Meilensteine. Aber es zeigt uns, dass hier etwas entsteht, das mehr kann als „nur Druck“.
Wir lernen – und unsere Rolle wächst mit
Vielleicht ist genau das der Punkt:
Wir sind eine Druckerei, ja.
Aber wir merken, dass wir in vielen Projekten mehr beitragen können: Orientierung, Sortierung, ein paar gute Fragen, bevor etwas produziert wird.
Wir würden nie behaupten, dass wir schon alles können. Aber wir fangen an, genauer hinzuschauen, bevor wir handeln – und das bringt uns und unseren Kunden oft einen Schritt weiter.
Und am Ende gilt
Ein gut gemachtes Stück Print bildet den Abschluss.
Aber davor gibt es einen Anfang.
Und genau diesen Anfang lernen wir gerade kennen.
Weil Wirkung kein Zufall ist. Sondern eine Entscheidung.:
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