Vor 17 TagenHeißfolienprägung: Gold, das Sie mit den Fingern finden
Über die Titelseite dieser Broschüre fährt man ganz unwillkürlich mit den Fingerkuppen. Das große, goldene Ornament ist leicht in den Karton hineingeprägt. Im Licht wechselt das Metall fortlaufend die Farbgebung und Reflexion, und genau das leistet eine Heißfolienprägung an der richtigen Stelle.
Innen geht es golden weiter, dort allerdings mit Druckfarbe, denn in unserer Sonderfarbe Gold stecken echte Metallpigmente, die ebenfalls funkeln, obwohl keine Folie im Spiel ist. Da diese Farbe auf unserem Digitaldrucksystem läuft, sind auch 250 Exemplare bezahlbar.
Nach Gold fragt man mich meistens dann, wenn eine Firmenbroschüre für die nächsten drei Jahre entschieden wird. Oder wenn eine Einladung beim Empfänger zwischen vielen anderen ankommen soll.
So entsteht die Prägung
Das Verfahren selbst ist alt und sehr „analog“. Ein beheizter Messingstempel presst eine hauchdünne Metallfolie in den Karton, wo sie unter Hitze partiell haften bleibt. Der Karton bekommt so eine leichte Vertiefung. Deshalb findet man das Motiv auch mit geschlossenen Augen wieder.
Den Stempel fertigen wir einmal nach den Druckdaten an, danach liegt er bei uns im Archiv und wird für jede Nachauflage wieder eingespannt. Für die Gestaltung ändert sich wenig, weil in der Datei nur die Stellen markiert werden, die später in Gold erscheinen sollen. Sehr feine Linien und sehr kleine Schriften mag die Folie allerdings nicht, weil sie an den Kanten reißen kann. Das schauen wir uns vorab an den Daten an, bevor der Stempel entsteht. Die goldene Heißfolie gibt es in zahlreichen Farbvarianten, glänzend und matt, wobei die matte Variante ruhiger wirkt und Fingerabdrücke weniger übel nimmt.
„Lohnt sich das bei 300 Stück?“
Diese Frage höre ich häufig und sie ist berechtigt. Früher war Folienprägung eine Sache für große Auflagen, weil neben dem Werkzeug auch die Rüstzeit an der Maschine bezahlt werden musste. Heute fällt der Stempel einmal an und der Rest geht dank moderner Technik deutlich schneller als früher, sodass sich bei 300 Firmenbroschüren rechnet, was früher an der Auflage scheiterte.
Wann sich der Aufwand Rechnet
Gut vertragen das Drucksachen mit langer Verwendung, etwa die Firmenbroschüre, die drei Jahre im Einsatz bleibt. Oder die Mappe, die zum Angebot mitgeht und die interne Diskussion beim Kunden überdauert. Bei einem Messeflyer würde ich mir das sparen, weil der am Abend im Hotelzimmer sowieso im Papierkorb landet, sobald der Koffer zu voll wird.
Ein denkbarer Ansatz für eine kleine Auflage wären 300 Broschüren mit Rückenheftung. Dazu das Logo in Gold geprägt und die Innenseiten mit der Sonderfarbe Gold aus dem Digitaldruck. Wer noch mehr Haptik möchte, kombiniert die Prägung an anderer Stelle mit einer Blindprägung, die ganz ohne Folie auskommt.
Ein Muster sagt mehr
Bei Veredelungen beginnt das Gespräch meistens beim Preis und endet beim Papier, während die interessantere Frage ist, wie lange das Stück beim Empfänger überleben soll.
Wenn bei Ihnen gerade eine Broschüre ansteht, schicken wir Ihnen gern ein Muster mit Heißfolienprägung zu, denn Anfassen erklärt das schneller als jeder Blogbeitrag.
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Grossartig, Ihre Homepage- Aufmachung!
Kompliment!