HeuteDrei Farben und kein Schnickschnack
Unser Kunde suchte nach einer Verpackung für ein edles Multifunktionswerkzeug, das er an ausgewählte Kunden verschenken wollte. Auf die Frage, wie sie aussehen soll, kam: „Nur weiß, rot und silber. Die Farben der Packung sollen perfekt zum Präsent passen. Kein Schnickschnack.“
Damit war die Optik geklärt. Offen war alles andere: welche Bauform, wie das Werkzeug in der Box liegt, woraus sie besteht. Der Startpunkt war das Originalwerkzeug. Ohne Muster ist eine Verpackung auf Maß ein Blindflug.
Warum eine Rahmenschachtel
Eine Rahmenschachtel besteht aus einem stabilen Unterteil und einem (häufig aufgedoppelten) Deckel. Sie wirkt repräsentativ und bleibt stabil, auch wenn sie mehrfach geöffnet wird.
Bei kleinen Auflagen ist das ideal: deutlich wertiger als eine Faltschachtel und deutlich günstiger als eine Hardcoverbox. Mit 100 Exemplaren liegt sie genau richtig. Für eine Hardcoverbox wäre der Aufwand bei dieser Stückzahl schwer zu begründen, und eine Faltschachtel hätte dem Präsent seine Wirkung genommen.
Warum ein Inlay
Ein Werkzeug, das lose in einer Box liegt, rutscht beim Tragen hin und her. Man hört es, bevor man die Box öffnet, und dann liegt es irgendwie quer in der Box.
Das Inlay haben wir nach dem Muster auf Maß konstruiert. Es hält das Werkzeug an seinem Platz und legt fest, in welcher Position es beim Öffnen zu sehen ist. Der Moment, in dem jemand den Deckel abhebt, ist der einzige, den man bei einem Präsent wirklich gestalten kann: Der Unboxing-Moment.
Warum recycelbarer Karton
Die Box ist aus Karton ohne Kunststoffe und Lacke, etwa 15 cm lang. Das Ergebnis ist clean und puristisch, und es lässt sich vollständig recyceln. Auch das stand nicht im Auftrag. „Kein Schnickschnack“ war als Aussage über die Gestaltung gemeint. Wir haben sie auf das Material übertragen, weil eine Verpackung, die nach Zurückhaltung aussehen soll, mit einer Hochglanzkaschierung ihre eigene Aussage kassiert.
Übergeben oder verschicken
In der Regel wird eine solche Box überreicht. Sie geht aber auch in die Post, wenn sie in einer Versandverpackung steckt. Diese Frage sollte man vor der Konstruktion klären. Eine Box, die ohne Umverpackung durch die Sortieranlage läuft, braucht eine andere Stabilität und eine andere Verschlusslösung als eine, die von Hand übergeben wird.
Was das für Ihr Projekt heißt
Ein Briefing beschreibt, wie etwas aussehen soll. Bauform, Innenleben und Material entstehen aus Fragen, die wir dann stellen: Wie viele Stück? Wer überreicht es, und bei welcher Gelegenheit? Was passiert mit der Box nach dem Öffnen? Dieselben Fragen stellen sich bei einer Präsentationsmappe, die vor einem Termin auf dem Tisch liegt, und bei einer Einladung, die in einer eigenen Hülle ankommt.
Wenn Sie so etwas vorhaben, schicken Sie uns den Inhalt oder ein Muster davon. Daran lässt sich besser als mit einer Beschreibung klären, was die Verpackung können muss.
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